20 Jahre Pfingstretreat mit Fr Joe

Dieses Jahr feiern wir ein Jubilàum, 20 Jahre Yoga an Pfingsten mit Fr. Joe.
Zum ersten mal habe ich Fr. Joe 1994 zu einem Yogaworkshop nach Deutschland eingeladen, nachdem meine Mutter zum 2. mal aus Indien kam und mir von einem Priester vorschwàrmte, der Yoga macht und Zentren fùr Drogen-und Alkoholabhàngige in Indien hat.
Ihr Augen leuchteten jedes mal wie Diamanten, wenn sie von ihm erzàhlte, so dass ich dann die Entscheidung traf, diesen Menschen einzuladen, auch wenn ich nicht wusste, was er fùr ein Yoga macht und was es fùr ein Mensch ist.
Diese Entscheidung habe ich nie bereut, nun ist er seit 20 Jahren mein Lehrer und Freund.
Er ist tatsàchlich katholischer Priester, wenn auch ein sehr ungewòhnlicher und hatte eine sehr enge Beziehung zu Mutter Theresa.
Hier nun mit dem Direktor des geistlichen Zentrums in St. Peter, wo wir seit 3 Jahren unser Pfingstretreat machen.

An diesem traumhaft, fùrstlichen Ort starten wir den Tag mit einem frùhen morning walk mit Blick auf St. Peter.


Danach gibt es eine stille Zen Gehmeditation durch den wunderschònen Klostergarten mit anschliessender Mantra Meditation.

Nach so viel Natur und Stille kònnen wir das Frùhstùck richtig geniessen.

Dann ein bisschen Zeit zum Verdauen, bevor wir dann im Fùrstensaal bis zum Mittagessen 2,5 Std. Yoga praktizieren.
Das Yoga ist so kraftvoll und erfùllt mit dem heiligen Geist, dass wir alle wie gesegnet daraus hervor gehen.
Niemand mòchte es missen, der harte Kern der Gruppe ist schon 20 Jahre dabei und es ist immer wieder anders.
Wir wachsen mit den Jahren und dem Yoga immer mehr unserer Mitte entgegen.

Nachmittags haben wir dann Zeit, das schòne St. Peter und Umgebung zu erkunden, das Hausfrauenkaffee in St. Màrgen zu besuchen, wo der Kuchen besonders lecker schmeckt oder einfach zu ruhen.
Von vier bis halb sechs ist dann therapeutisches Yoga und Pranayama.

Jeden Tag kamen wir in den Genuss einer Messe in der wunderschònen Kapelle.
Die Messen sind immer ganz speziell, sie fùhren uns zusammen, egal aus welcher Religion wir kommen und wir singen und geniessen die Musik von Carmen und Traudel, die Geige spielen und Rolf, der uns mit der Gitarre begleitet oder Fr. Joe singt uns ein Lied mit seiner wunderbaren Stimme.

Abends sitzen wir zusammen zum Satsang und teilen alles mògliche.
Dieses mal gab es einige Ueberraschungen. Ute und Harlinde spielten ein Theaterstùck vor, von einem Ehepaar, wo der Mann anfing zu meditieren und die Frau nichts mehr verstanden hat was ihr Mann plòtzlich bei diesem komischen Fr. Joe macht, wo er immer mit Decke und Kissen verschwindet.
Wir haben wirklich sehr gelacht ùber das gelungene, witzige Stùck.

Die ganz besondere Ueberraschung hatte Fr. Joe dabei, er hat mir ein Zertifikat fùr Kripafoundation Iyengar Yoga ùberreicht, welches persònlich von Iyengar unterschrieben war. Ich war sehr gerùhrt ùber dieses Geschenk nach so viel Jahren enger Zusammenarbeit.

Dann haben wir fròhlich gefeiert und gesungen...........

Da das Wetter auf unserer Seite war haben wir den ein oder anderen Abend auch mal draussen im Hirschen genossen, wo wir unseren Spass hatten, weil es Fr Joe nach Pommes und Ketchup gelùstete.

Wir waren eine tolle Gruppe, sehr harmonisch und im inneren Frieden angekommen.
Dafùr danken wir Fr. Joe, der uns schon so lange auf unserem Weg begleitet.
Sein Yoga ist speziell und làsst uns immer wieder neu erfahren wie die Zusammenhànge im Kòrper, Geist und Seele funktionieren, wie wir mit Yoga unser zellulàres Bewusstsein erreichen und noch vieles mehr.
Ich danke der Gruppe fùr die treue Teilnahme an dem Seminar und Eurem Engagaement.
Es war eine tolle Zeit und ich freue mich schon auf das kommende Seminar mit Euch.
Der Ertrag des Seminares wird jedes Jahr an Kripa Foundation gespendet.
Love Sima

Fr. Joe im Karuna-Zentrum 2014

Wie jedes Jahr an Pfingsten haben wir einen wunderbaren Tag mit Fr. Joe im Karuna -Zentrum erlebt.
Auf dem Papier wird Fr Joe jedes Jahr àlter, aber sein Erscheinen und seine Art lassen ihn jedes Jahr jùnger wirken.
Niemand glaubt ihm seine 72 Jahre.
Yoga ist sein Geheimrezept um ins Anandamaya Kosha zu kommen, in den Zustand, wo wir uns eins fùhlen mit Kòrper, Geist und Seele.
Ùber die Ausrichtung der WS und die Ruhigstellung des Gehirns ùber die Verbindung mit dem Atem, fùhrt uns Fr. Joe direkt ins Herz.

Die Arbeit am Kòrper muss mit dem Verstand ausgefùhrt werden, der Kòrper hat seine eigene Sprache, er nennt es "body engeniering", die uns in die Entspannung und in die innere Stille bringt.
Wir arbeiten an den 3 Systemen, am neurologischen System, endokrinem System und Herz-Blutkreislauf, alles ist miteinander verwoben und bedarf pràziser Ausfùhrung um in die innere Stille zu kommen, entscheidend ist die Verànderung der Gehirnwellen und das Erreichen des Unterbewusstseins.
Ùber Asanas werden wir in Pranayama gefùhrt, die Atemtechnik veràndert unsere Gehirnwellen und wir enden in Meditation.
Yoga richtig geùbt ist mehr als nur Muskelarbeit, das vermittelt Father Joe immer wieder, Yoga ist der Weg zur Einheit, zu dem Gott deines Verstehens, zur Liebe.

Der Tag hat uns mit der Dreifaltigkeit verbunden, der Liebe zu uns selbst, unserem Retter, und dem Geist Gottes, der bedingunslosen Liebe.
Ein herzliches Dankeschòn an die wertvollen Stunden, die Fr. Joe uns immer wieder schenkt, ein Schritt nàher zu uns selbst, ein Schritt nàher zu Gott.

out of india - mumbay-last day

Von Srinagar nach Mumbay, es war eine Katastrophe.
Ich bin voll ausgerastet.
Die Fahrt von Srinagar zum Airport war ein einziger Verkehrsstau.
Ich sah mich schon mein Flugzeug verpassen. Gowher hat ohne Ende geflucht und ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, das doch in Indien irgendwie immer alles klappt.
So war es denn auch, vor dem Flughafen staute sich eine ellenlange Schlange, aber Gowher plòtzlich sein smart face ausgepackt und den Polizisten und Soldaten irgend eine story aufgebunden, plòtzlich wurden wir vorbei gewunken an allen Autos und stoppten als vibs direkt vor dem Flughafen. Inshallah, ich war erst mal gerettet.
Er durfte nicht hinein, so musste ich mich alleine durchschlagen, das war ein tatsàchliches "Durchschlagen".
Zuerst

dachte ich nur, Jesus steh mir bei.
Zuerst stand ich in der falschen Schlange, als ich das bemerkte wechselte ich in die Richtige, allerdings nicht mehr an das absolute Ende.
Ein Hagel von Àrger prasselte auf mich nieder, ich inzwischen Indien erfahren, brùllte zurùck, ich wartete in der falschen Schlange, also werde ich jetzt hier stehen bleiben.
Es war ein unbeschreibliches Gedrànge, alle wollten in den Flughafen, fuhren mit dem Wagen in meine Beine, endlich drinnen, Sicherheit von Kaschmir, mehrere x-rays, immer wieder das schwere Gepàck auf den Ròntgentisch, an den man aber nicht ohne Kampf heran kam, eine Gedrànge und Geschupse, endlich war mein Gepàck drin, dann kam ich aber nicht mehr weg, weil mich keiner durch liess.
Somit bin ich dann richtig ausgerastet, habe lauthals geschrien: what is this, I am not a cow, I am a human beeing, how you tread people here, I travelled a lot, but have never been treated like this, nowhere.......o
Dann kam Flughafenpersonal herbei geeilt, mam you have a problem, yes, indeed I have, I be treated here like a cow, but I am not a cow.....Trànen verliessen meine Auge ......
Sofort baten sie mich um meinen Pass und ticket, rannten zum Eincheckschalter wieder vorbei an den Schlangen von indischen Touristen und checkten mich ein.
Dann wurde ich begleitet zum richtigen gate und musste dann wieder durch den Scanner.
Nach 5 mal scannen wurde mein Handgepàck durchwùhlt, ich war immer noch wùtend, musste alles auspacken, habe alles auf den Tisch geschmissen, dann fragte sie mich mit grossen Augen: what is this, auf meine Dinkelnackenrolle deutend, ich sagte nicht sehr freundlich, you can keep it if you want......
Wieder kam ein neues Flughafenpersonal und fragte was das Problem ist.
Ich mich beschwert, sie sagt, ja, das ist ein kleiner Flughafen, alle kommen genervt an, weil sie im Verkehrsstau standen und Angst haben ihr Flugzeug zu verpassen, so sorry, und Sicherheit wir mùssen checken.........
Gut, gut, langsam kam mich runter, sie begleitete mich wieder in die Wartehalle, take a seat, hàtte ich gerne getan, aber es war kein Sitz frei.
Also setzte ich mich auf den Boden und atmete durch, ich konnte das Flugzeug schon sehen......
Der Flug verlief gut, allerdings hieng mein Magen in der Kniekehle und Essen gab es keins.
Eine nette Inderin bot mir Reis an, ich sah wie ihr Mann neben ihr mit den Hànden im Reis mantschte und lehnte dankend ab.
Auf dem Wagen mit drinks und Essen gegen Bezahlung, ergatterte ich das letzte Sandwich und eine Pckung Bio Kekse ohne Zucker.
Immerhin etwas zu essen, von Junk ùber bio.....


Die Ankunft in Mumbay war "heaven".
Seit 3 Monaten haben sie einen neuen Flugplatz, richtig cool, besser als der in Frankfurt.
Es war still, meditativ, keine Schlangen, kein Gedrànge.......ich fùhlte mich im Himmel.
Enspannt nahm ich mein Gepàck und verliess den Flughafen.
Wollte gleich zum prepaid taxi Stand, als mir schon wieder 2 entgegen kamen, Taxi.....no I want prepaid, yes we have prepaid, come, ich war mùde und dachte o.k. lass sehen, was sie haben. Sie setzten sich in ein Taxi, zeigten mir die prepaid liste 900 Rs nach Colaba, is one hour drive.
Ich sagte ich will vor der Fahrt den genauen Preis wissen, yes 1300 Rs wth AC.
Ich will kein AC, ich kann das Fenster aufmachen. O.K. Trick ging schief, sie frachteten mich in ein anderes Taxi ohne Klima.
Ich dachte das hab ich doch jetzt jedenfalls gut gemacht. Nach 5 Monaten Indien, bin ich aber wieder verarscht worden, die Fahrt wàre billiger gewesen, wàre ich zum offiziellen pre paid Stand gegangen, ja man lernt jeden Tag neu dazu.......auch noch nach Monaten......

Mit dem Hotel hatte ich Glùck, es war das einzige, was ich im Internet ohne Karte buchen konnte, ich dachte es ist eher schlecht, aber es war ùberraschenderweise direkt hinter dem Taj Mahal Hotel und eine Ecke neben dem Leopolds, dem berùhmten Lokal mit den Einschusslòchern von dem Attentat.
Am Abend ging ich essen, da ich ja ausser dem Frùhstùck und einem Sandwich nichts im Magen hatte. Im Lokal traf ich einen netten Franzosen Namens David, mit dem ich mich lange unterhalten habe, er war den ersten Tag in Indien. Irgendwann hat uns der Kellner vom Platz verwiesen, weil in Indien wird gegessen und danach das Lokal schnellstens verlassen, dass man mit den nàchsten hungrigen sein Geschàft machen kann.
So haben wir uns zum Frùhstùck im Leopold verabredet.
Das Frùhstùck war richtig teuer, die Einschusslòcher, die in jedem Reisefùhrer erwàhnt werden mùssen irgendwie bezahlt werden.
Mein Flug ging nachts um 3, so checkte ich aus meinem Hotel aus und wollte mein Gepàck bei David im Zimmer abstellen.
Aber auch das erwies sich als unmòglich, ist nicht erlaubt, dazu muss ich mit meinem Pass einen  halben Tag einchecken und bezahlen.
Ich hatte wirklich einen dicken Hals mit Koffer und 2 Tasche auf der Strasse stehen und erzàhlte den Indern wie wir unsere Touristen behandeln.
Aber sie wackelten nur mit Ihrem kopf, sorry mam.
Also nehmen wir ein taxi und fahren nach Bandra zu Kripa, dort steht mein grosser Koffer, den Bosko freundlicherweise von Goa nach Mumbay mit dem Auto mit genommen hat, so konnte ich mit leichtem Gepàck nach Kaschmir reisen.
Dort stellen wir alles ab und gehen in das Leben der Strassen.
Bandra ist inzwischen der beliebte Stadtteil der Filmschauspieler, sie wohnen hier und es hat sich vieles veràndert.
Wir laufen durch die Strassen ans Meer, wo wir erst mal einen Tee trinken und ich mir ein Stùck Kuchen gònne nach all dem Àrger.

Danach besuchen wir ein Gebetshaus, das christlich ist, aber auch ein Tempel fùr Hindis hat, wir sehen Hùtchen an Bàumen wachsen und sonst noch viele schòne Dinge.....

Ein rosa Teddy auf dem Mùll, da kann ich nicht vorbei gehen, das sind die Bilder, die ich an Indien liebe......

Und auch in dieser etwas besseren Gegend, gibt es keine Grenzen sein Mittagsschlàfchen ab zu halten, wo immer
gerade Platz ist.

In diesem veg. Restaurant Balaji in der Hill rotad, essen wir hervorragendes indisches Essen, richtig gut, und der Preis, die Hàlfte  von meinem Frùhstùck, und das fùr 2, wir hatten 3 Gerichte plus Getrànke, allerdings keine Schusslòcher in den Wànden.
Nachdem ich 4 Wochen in Kashmir nur Reis und Sosse mit Kartoffeln oder einer Spur von Gemùse gegessen habe, geniesse ich das Essen.
Die Kashmirie sind berùhmt fùr ihr Essen, allerdings gilt das nur fùr Fleischesser, und sie lieben Reis in Tonnen......

Die Hill road ist die "shopping mile" von Bandra.
Neben Markenlàden gibt es auch billig shops und Strassenmàrkte, Kinder spielen im Dreck vor Marc &Spencer und ich kaufe mir eine Tasche, dass ich mein Kleinkram mit ins Flugzeug nehmen kann.

Danach gehen wir in die kleineren Strassen, in der Nàhe von Carmel Church, ich mòchte zum Abschluss noch mal so richtig Indien fùhlen, das was ich so liebe an diesem Land, die Màrkte, die Gegensàtze, neben den Kartoffeln liegen die Schmuckstùcke am Boden, 5 Stànde weiter die Schafskòpfe und Beine, dazwischen im Mùll eine tote Katze, dann wieder Lichter und brilliante Kleider, einfach alles, schòn, nicht schòn, hier darf alles sein und das gibt mir das Gefùhl von Leben, auch wenn es Momente gibt, wo ich es nicht mehr sehen mòchte oder wo ich den Làrm nicht mehr hòren kann, hat es doch etwas faszinierendes, lebendiges....

Jesus im Gefàngnis oder leuchtend rot, Làden voll mit Papier, alte Eisentreppen, mein Auge kann nie genug bekommen.
Dann passieren wir ein Haus, das bemalt ist, ein Bollywood Projekt......

Ich kònnte Stunden so weiter laufen, spàter sind wir noch auf Chowk Markt gewesen, sehr speziell, aber ich war ohne Kamera, deshalb bleibt Euch vieles erspart. Vor allem tote Tiere, aufgetischt mit starren Augen auf dich schauend und viel Mùll und Dreck. Aber wehe du kommst mit deinen Fùssen zu nah an etwas was auf dem Boden liegt, zum Verkauf, vòllig egal was, bei mir war es ein Kùchenmesser, das geht gar nicht, Fùsse packst du am Besten in den Rucksack, weil Fùsse sind unrein und dùrfen einfach nirgends hin und mit nichts in Berùhrung kommen, abe rlaufen auf ihren Fùssen.
Mein gròsster Vaut Pat mit den Fùssen war, als ich einen Handstand machte und meine Fùsse auf einem Kalenderblatt landetet auf dem eine Mosque abgebildet war und genau in dem Moment jemand in mein Zimmer kam, Asche auf mein Haupt, es war peinlich.

Der letzte Tag hat mich wieder versòhnt, der Àrger von gestern war verflogen, ich liebe Indien immer noch und es war nicht meine letzte Reise dort hin.
Die nàchste ist schon geplant, "houseboat und tracking" in Kashmir und Himalaya, das ist ein Erlebnis, die schòne Natur habe ich kennen gelernt, ein richtiges tracking habe ich wegen des schlechten Wetters nicht gemacht. Das sollte man im August tun, z.B. im August 2015 mit mir und Gowher........
Jetzt muss ich mich erst mal verabschieden von Indien, nach 5 Monaten sehne ich mich nach daheim.
Es war eine spannende, lehrreiche Zeit, mein Coacher war Gott und alle Menschen, denen ich begegenet bin, genauso wie ich Coacher war fùr viele, die mir begegnet sind. Es war eine win-win Reise, die mich sehr bereichet hat.
Danke Indien und allen die dort mit mir Momente des Lebens geteilt haben.

Naranag-Kashmir

Der letzte Tag in Kaschmir im Sonnenschein und auf dem Berg.
Nachdem es gestern wieder geregnet hat und kalt war, wir waren in Sonamarg und haben das Hotel auf Vordermann gebracht, weil die beiden Jungs damit vòllig ùberfordert sind.
Zuerst haben wir eingekauft, chicken, die erst noch gesàubert werden mussten, das Blut floss den Bach runter, ihhhhhh, daneben hing das Lamm in der Luft, iiiiiihhhhhhhh
Ich habe zwar davon nichts gegessen, aber diese Bilder bleiben einem hier nicht erspart.....

Meine Schuhe habe ich auch aufpolieren lassen, das ist hier eine Wissenschaft fuer sich.
Erst wird farbloses Fett auf einen Amboss geschmiert, dann diverse Pulver dazu gemischt, von braun ùber rot bis schwarz, bis die richtige Schuhfarbe gefunden ist. Dann wir eingefettet und poliert was das Zeug hàlt. Irgendwann musste ich ihm den Schuh wegnehmen, sonst hàtte er fuer 20 Rupies noch ne halbe Stunde poliert, ich wollte aber in die Berge.

Abends als wir dann fertig waren mit der Arbeit hat es geregnet und war kalt.
Wir haben einen Ofen im Zimmer installiert und uns daran aufgewàrmt, die einzige Mòglichkeit der Kàlte zu entgliehen.
Ich habe ùberall Kerzen angezùndet und es war gemùtlich.
Plòtzlich klopft es und es kommen 6 vòllig durchnàsste junge Motorradfahrer. Es waren Studenten und sie wolltes ein Zimmer zu sechst.
Haben sie auch bekommen. Wie sie das mit dem Schlafen gemanaged haben, sicher auf dem Boden mit dùnnen Decken, brrrrr.
Dann sassen wir alle um den Ofen und sie haben mich ùber Hitler ausgefragt.
Die Inder halten Hitler fùr einen Held, weil er gegen England gekàmpft hat.
Es war ein interessantes Gespràch, was sicher bei uns nicht so zustande gekommen wàre.
Spàter kam noch ein indisches Liebespaar, welches ihren 1jàhrigen Hochzeitstag feierte, eine love marriage.
Wie schòn mal 2 richtig glùckliche, indische verliebte zu sehen.

Einer der Motorradfahrer hatte eine Royal Enfield bullet, am nàchsten Morgen durften wir eine Spritztour damit machen.
Der Morgen hat super gut angefangen, blauer Himmel, Sonnenschein und auf einer Enfield den Berg hoch gedùst, der Sound im Ohr ist Meditation, zumindest fùr mich.

Danach fuhren wir nach Naranag, ein wunderschònes Tal.
Dort haben wir den Tracker von Gowher besucht, der die Ponies zur Verfùgung stellt und mit trackt. Ein sehr sympatischer Mann. Er erzàhlt uns, dass sein bestes Pferd, letzte Woche vom Leopard gefressen wurde.
Er ist sehr arm, es gibt keine Arbeit in den Bergen, er lebt von ein paar trackings im Sommer, that'it.
Dazu braucht er mindestens 2 Pferde.
Es musste also ein neues kaufen.
Mir fàllt auf, alle Menschen sind sehr dùnn hier, nicht vergleichbar mit den dickbàuchigen Indern, die ich so oft gesehen habe.

Wir starten unsere Wanderung an einem uralten Tempel.

Dann vorbei an Ziegen, Kùhen, Pferden, langhaarigen Ziegen mit orangem Pony.
Das dùrfte Hànner sein, vielleicht gibt es hier einen Tierfriseur, habe auch Pferde und Kùhe mit oranger Stirn gesehen.....
Auch alte Mànner fàrben ihre grauen Bàrte und Haare orange.

Hier sieht man viele Sheperd Hàuser, die Gipsys kommen im Sommer mit ihren Tieren hier hoch und wandern herum, im Winter wohnen sie unten im Dorf.

Heute haben wir einen Traum von Wetter, blauer kònnte der Himmel nicht sein, was fùr ein Geschenk am letzten Tag.

An  der Brùcke, macht Gowher es sich auf einem Felsen gemùtlich und làsst uns alleine  weiter gehen.
Ich geniesse es den Berg hoch zu steigen, meinen Kòrper zu spùren, auch wenn ich nicht so fitt bin, ich weiss oben freue ich mich, dass ich es geschafft habe.
Unterwegs sehen wir eine giftige Schlange, die schaute ich nur erstarrt an, ein Foto wollte ich nicht machen, da hàtte ich mich zuviel  bewegen mússen.
Spàter sehe ich eine wunderschòne Echse.

Oben auf dem Gipfel ist der Ausblick phantastisch.
Wir machen es uns auf einem Felsen gemùtlich.

Dann geht es wieder abwàrts, den Schafen entgegen.......

An den Tannenspitzen leuchtet helles grùn, die neuen Triebe des Frùhlings.

Wir ùberqueren òfters Wasser, und ich sehe hier stàndig Herzsteine. Ich hàtte schon hundert Herzsteinfotos, wenn ich die alle fotogragiert hàtte.

Die Menschen transportieren hier alles auf den Schultern und laufen dabei schnell und wendig.......
Wir sehen auch Leute, die tracken, ich habe  mein tracking gekanzelt, mir regnet es zuviel und ich will nicht im Regen in den Bergen im Zelt sein mùssen, fùr mich zu ungemùtlich, zumal nicht billig. Ein Tag tracken fùr eine Person kostet 100 € ab 2 Personen 70 €.

Am Schluss werden wir zu einem Tee mit Brot bei unserem Tracker eingeladen. Dort bekomme ich wieder einen Eindruck wie einfach und arm die Menschen hier ihr Dasein verbringen und wie unglùcklicu die Frau drein schaut, Gowher erzàhlt mir danach, dass sie diesen Mann nicht heiraten wollte, sondern mit einem anderen weg rannte, aber leider ohne Erfolg, jetzt hat sie 3 Kinder, 2, 5 und 7 Jahre alt.
Ich kann mir so ein Leben ùberhaupt nicht vorstellen, im Winter kommt man hier nicht weg, alles voll mit Schnee und im Sommer gibt es auch nichts, nur das Dorf und die Tiere und die Kinder- happy family!!!
Mir tut sie leid.

lidder watt

2-Tageausflug ins Lidder valley zum wandern.
Es liegt 120 km von Srinagar entfernt und es war abgesehen davon, dass die Strassen mieserabel sind, streckenweise richtig viel Verkehr.
Pferdewagen mit Shikara geladen, Busse, Kùhe, Lkw's, alles was Ràder und Beine hat war unterwegs bis hin zu Luftballonverkàufern.

Der erste Aufenthalt war in Pahalgam, wo wir Mittag gegessen haben.

Von dort ging es weiter talaufwàrts bis wir einen wunderschònen Blick auf den Fluss Lidder hatten.

Wir sind ins Aruvalley gefahren und haben dort im Hotel Milky way Zimmer gemietet.
Der Empfang war herzlich, aber leider hat es schon wieder geregnet und alles war zugezogen.
Wir machten trotzdem eine kleine Wanderung bergaufwàrts und fanden Schutz unter einer Plane, wo ein shepherd (Hirte) an offenem Feuer auf einem kleinen Lehmofen Tee kochte.
Wir setzen uns zu ihm, geniessen den warmen Chai und schauen ins Tal.
Es war eine sehr spezielle, schòne Stimmung, ich hatte nichts dabei zum fotografieren, hàtte ich auch nicht gewollt, es war zu natùrlich, 2 kleine Jungs sassen neben dem Hirten und schauten uns mit grossen neugierigen Blicken an.
Gowher unterhielt sich mit dem Mann, ich habe leider, wie immer nicht viel verstanden, aber die Stimmung in mir genossen.
Direkt daneben war ein heiliger Fels, sicher ein Kraftort.
Nass aber zufrieden wieder im Hotel, bekamen wir ein gutes Abendessen.
Ich bin wie immer um 22.00 Uhr ins kalte Bett, wàhrend die Mànner sich wohl noch bis nachts um 2 Uhr unterhalten haben.
Es ist schon recht kalt Abends in den Bergen, die besseren Hotels haben Heizdecken im Bett, bisher habe ich es jedoch geschafft ohne ein zu schlafen.

Der nàchste Morgen war sonnig, oh welch eine Erleichterung. Leider sind wir nicht vor 11.00 Uhr los gekommen, weil Gowher gerne lange schlàft und die Nacht kurz war.
Als wir dann los sind war die Sonne weg und ich war sauer.
Hat aber nicht lange gedauert, war ich wieder versòhnt, ob der wunderschònen Natur und es war ja noch trocken.

Mitten im Wald sind wir dann auf Schàfer gestossen und auf deren Schafe, die die letzten Blumen wegggefressen haben.

Spàter kamen wir an den Lehmhùtten der Schàfer vorbei, es fing gerade an zu regnen, so haben wir uns selbst zu einem Tee eingeladen.
Die Hùtte war sehr einfach nur Lehmboden mit Tannreis ausgelegt, der gleiche einfache Lehmkocher mitten in der Hùtte darùber eine Oeffnung im Dach, wo der Rauch abzog. Hùhner wohnten zusammen mit den Menschen dort.
Es hat uns eine àltere und eine junge Frau empfangen und Tee fùr uns gekocht. Nachdem wir schon 5 Minuten drin waren haben wir erst bemerkt, dass auch ein 2 Monate altes Baby am Boden lag, es war ziemlich dunkel in der Hùtte.
Fùr uns unvorstellbar wie man so ùberleben kann, aber es scheint zu funktionieren, ein sehr einfaches Leben, in mir entstand ein Gefùhl was ich schwer beschreiben kann, weil ich mir so ein Leben gar nicht vorstellen kann und wie diese Menschen fùhlen kann ich auch nicht nachvollziehen.
Es wird auch viel innerhalb der Familie geheiratet, wie schon erwàhnt, das geht nicht imme gut, manche haben einen wirren Blick drauf, sprich sind einfach geistig gestòrt. Aber viele sind gesund und  freundlich.
Bei den Frauen ist mir aufgefallen, trotz aller Einfachheit, tragen sie Schmuck, das gehòrt wohl zu den Frauen, somit war mein schlechtes Gewissen, dass ich mir mitten in der Armut echte Ohrringe gekauft habe weg, seltsam was man fùr Gefùhle bekommt in den Bergen, die schòn, aber auch hart und rauh sind.