ddHeritage Mughal Garden - Familienausflug

Srinagar ist berùhmt fùr seine schònen Gàrten.
Sie sind wunderbar angelegt und nach dem kalten Winter hàlt der Frùhling hier seinen Einzug.
Es blùhen viele Blumen, die es auch bei uns gibt, Rosen, Ringelblumen, Stiefmùtterchen, Pfingstrosen, Gànseblùmchen etc.....
Die Bàume unterscheiden sich schon eher, ausser dem berùhmten Chinar Baum, das Wahrzeichen fùr Kaschmir, gibt es auch Platanen, Birken und Trauerweiden, aber auch viele Bàume, die ich nicht kenne, z.B. die rosablùhenden, verschlungenen Bàumchen, die oft wie Herzen aussehen.
Aber ich lasse jetzt lieber die Bilder sprechen.

In diesem Garten hatten wir richtig Spass, Mama Ferida konnte nicht an der Rutsche vorbei gehen, sie musste der Enkelin Zara zeigen wie es geht, weil Zara Angst hatte.

Es war ein Fotoshooting-day, die Ladies wollten unter jedem Baum, an jeder Mauer ein Foto von sich.
Kaum waren wir im Garten wurde schon Picknick gemacht und die Chips ausgepackt.
Meine Vorstellung mal zu laufen, war schwierig zu verwirklichen.

Nach dem Park hatten wir einen Kaschmirie Kawa, ein Safran Tee, Kaffee, Chips, Eis, Kekse, alles was das Ausflugsherz begehrt.
Man spùrt das Verlangen nach Genuss, die Ladies kommen nicht all zu oft aus dem Haus, deshalb wird alles richtig mit Freuden genossen.
Die Teebuden finde ich besonders reizend, die Plakate an der Wand, ein Bild einer alten Filmschauspielerin und die Berge von Chips ùberall.
Djungfood hat auch hier seinen Einzug gehalten, ich kònnte reich werden hier mit Yoga und Ernàhrungsberatung, weil viele zu dick sind und Gelenkschmerzen haben.
Aber ich schàtze auf Dauer auch einfach zu faul etwas dagegen zu tun.
Die Menschen hier lieben das Sitzen, Essen und den Gang zum Doktor.
Bewegung ist nicht so das Ding und die letzte Mahlzeit findet meist um 22.00 Uhr Abends statt.

Wir geniessen und weil niemand Heim will, gehen wir noch in den wunderschònen Heritage Mughal Garden Nishat, er liegt direkt am See und ihr kònnt selbst sehen wie schòn er ist.

Auf dem grossen, zypressenartigen Baum ist der Name Gottes "Allah" eingeschnitten.
Und langsam verabschiedet sich die Sonne und das Licht ist besonders schòn.

Inshallah, es war ein schòner Tag.

" Sonamarg" himalaya

SONAMARG liegt 9000 feed hoch (ca. 2700 m) und ist im Winter unbewohnt, da Unmengen von Schnee hier liegen.
Im Mai wird es langsam lebendig, die Shopkeeper kommen und die ersten Touristen lassen sich hier hoch fahren.
Sonamarg liegt auf dem Weg nach Ladakh, momentan ist die Stasse nach Ladakh noch gesperrt.

Schlangen von Lkw's stehen am Strassenrand und warten darauf, dass die Strasse geòffnet wird, sie wollen die ersten sein, die Ladakh nach dem Winter erreichen und ihre Ware verkaufen.

Hier ist noch nichts vom Frùhling zu sehen, der Schnee am Strassenrand ist schwarz und alles sieht recht trist aus.
Aber die Menschen sind sehr freundlich und freuen sich, wenn sich jemand hier her verirrt.

In dieser rauhen Gegend ist mir nach einem Kaffee und Schokolade, alles machbar, so gònne ich mir ein paar Glùckshormone.

Die Hùhner sind hier bestimmt keine glùcklichen Hùhner, tun mir immer leid, nix mit Bio Fleisch, obwohl hier alles làndlich und natùrlich ist, sehe ich sie immer in enge Kàfige gepfercht........
Nach dem Kaffe fahren wir wieder zurùck, es sind nur 16 km, aber der Unterschied ist grass......

Es ist schòn wieder in Gagan zu landen.

Aus meinem Hotelzimmer sehe ich wie die Nachbarn nebenan ein Haus bauen.
Unglaublich, wenn man bedenkt wie kalt es hier im Winter ist und wieviel Schnee hier fàllt. Die Bauweise ist simpel, einfache Betonsteinwànde ohne Isolierung, einfache dùnne Fensterrahmen und Tùren, einfach verglast, nichts isoliert.
mit der gespannten Schnur wird Mass genommen.
So ein Haus ist der absolute Luxus hier.
Am nàchsten Morgen fahren wir zurùck nach Srinagar auf das Hausboot. Ein schònes Gefùhl, wie Heim kommen, das Wasser, die Ruhe, abgesehen von dem Gestreite und Gekreische der Frauen in den Hausbooten, ich weiss nie, ob sie streiten oder ob das der normale Ton ist. Die Frauen sind hier sehr powervoll, haben ein lautes Organ und lassen sich nichts gefallen. Ueberhaupt ist der Umgangston etwas rauh, aber irgendwie auch herzlich.
Leider verstehe ich die Sprache nicht, so kann ich nicht immer beurteilen worum es gerade geht.

Das ist ùbrigens mein Zimmer, davor blùhen gerade die Rosen und Mama Ferida versuchte einen Fisch aus dem Wasser zu fangen.
Ich mochte es gar nicht, weil es war ein wunderschòner Fisch und ich konnte sie davon abringen.

Spàter bin ich mit Simu zum Arzt gegangen, eine wunderbare Gelegenheit fùr die Frauen das Haus ohne schlechtes Gewissen zu verlassen.
Auf dem Weg zum Arzt mussten wir natùrlich ùber einen Riesenbasar laufen, einen Mangoshake trinken, mal kurz in ein Kaufhaus und ein bisschen Klamotten shoppen.
Simu hat sich mal kurz im Stacheldraht, der auf der Strasse rum liegt verhangen, weil das Handy ist auch hier stàndig in Aktion......

Ich war dann noch schnell bei Simus Hausfriseur, was schon etwas seltsam war. Der Laden war voll mit Frauen, alle lange schwarze prachtvolle Haare, sie liessen sich die Augenbrauen zupfen und die Haare im Gesicht entfernen, wàhrend ich meine Haare rappelkurz schneiden liess.
Ich mòchte nicht wissen was sie gedacht haben, auf jeden Fall war ich froh, als ich den Laden wieder verlassen konnte und mir meinen Schal um den Kopf gewickelt habe.

Wàhrend Simu beim  Arzt wartete, streifte ich durch die Strassen, dabei begegnete mir ein Schafsfussverkàufer, er wollte sich unbedingt mit mir unterhalten, ich sagte ich bin Vegetarierin und finde die Schafsfùsse eklig.
Er sagte, die sind gut, Kaschmiri food very good. Das sagt jeder, aber ich muss feststellen fùr Vegetarier nicht so geeignet.
Es besteht meist aus Massen von Reis und Fleisch mit Sosse und Kartoffeln.
Das einzige was mir am Essen gefàllt ist, dass alle beim Essen schmatzen und ich somit auch schmatzen kann. Ich liebe es zu schmatzen, muss mich aber zu Hause stàndig beherrschen, dass ich nicht schmatze, was mir manchmal nicht gelingt und meine Kinder mich zurechtvweisen, Mama du schmatzt.
Hier kann ich nun nach herzenslust schmatzen, hoffentlich wirkt sich das nicht nachteilig auf zu Hause aus.

Himalaya

Nun ist mein jahrzehntelanger Traum, einmal meinen Fuss in den Himalaya zu setzen wahr geworden.
Vòllig unerwartet und ungeplant bin ich hier gelandet.

2 verrùckte junge Russen sind plòtzlich auf dem Hausboot aufgetaucht und wollten einen Tripp nach Sonamarg und buchten Gowher.
So kam ich wieder vòllig unerwartet schneller in den Himalaya als geplant.
Wir fuhren zuerst zu dem Manasbal lake und mieteten dort eine Shikara fùr eine Stunde.
Treiben auf dem Wasser zwischen Feig Enten auf denen sich echte Vògel niederlassen.
Es war sehr entspannend und dennoch hatte ich Kopfweh und mir war schlecht.

Trotz der schònen Fahrt wurde meine Kopfweh immer stàrker und ich hatte das Gefùhl gleich muss ich mich ùbergeben.
Als dann beim Picknick auf der Wiese das Fischkebab und die Fishballs in der Sosse serviert wurden, wurde mir komplett schlecht. Das Essen war miserabel und ein voller Reinfall.
Die Jungs wollten mir schon ein Auto organisieren, dass ich zurùck kann. Doch ich wollte unbedingt in den Himalaya.
Unterwegs hielten wir an, um Gemùse ein zu kaufen, ich kaufte Tablette.

Unterwegs begegnete uns auch eine Schulklasse, alle Màdchen Kopfbedeckt und ich habe Felder gesehen auf denen Seide angebaut wird.

Als wir dann nach 2 Std. Fahrt in Gagan im Hotel ankamen, was auch Gowher's Familie gehòrt, war ich kurz vor der Migràne.
Ich war so ùberwàltigt von dem Blick in die Berge und der Atmosphàre, dass mir die Trànen kamen.
Es war einfach umwerfend.
Ich wollte nun unbedingt hinaus in die Berge, deshalb beschloss ich nun doch die Tabletten zu schlucken und mich eine Stunde hin zu legen.
Welch ein Glùck, ich hab es geschafft, oder die Tabletten, das Kopfweh war weg und ich musste mich nicht ùbergeben.
Nix wie rein in die Klamotten und rauf auf den Berg.
Blick vom Hotel ....

Ich kann es noch gar nicht richtig glauben, dass ich tatsàchlich im Himalaya bin.
Aber je mehr ich mich umschaue, um so mehr weiss ich, dass ich angekommen bin.
Ueberall Pferde und Kùhe und Kaschmirie, die diese begleiten oder nach Hause treiben.
Und die Pflanzen, sie fangen gerade an zu blùhen, dieses Jahr habe ich die Veilchen zu Hause verpasst, dafùr habe ich sie jetzt hier und noch viel mehr.

Und ùberall wo ich hinschaue Herzen, im Baum, auf dem Weg, habe so viele Herzsteine gefunden.....
Dann habe ich den Fluss ùberquert und bin einem Pferdetreiber begegnet. Er hatte Stòpsel in den Ohren und Musik gehòrt.
Wir làcheln uns an, er kommt und macht mir Zeichen ihm zu folgen. Wir steigen gemeinsam den Berg hinauf, er muss die Pferde zusammen treiben.
Ein Pferd war abseits im Schnee. Er deutet mir an zu warten und rennt behende durch den Schnee und das Pferd kommt mir entgegen.
Er kommt zurùck und ùberreicht mir die schònste Bergblume, die ich je gesehen habe. Was fùr ein Empfang, ich war echt ergriffen.

Am nàchsten Tag habe ich eine super Wanderung durch die friedlichste Gegend der Welt gemacht, fùr mein Gefùhl, die Sonne schien und der Friede war in mir.
Ich laufe am Fluss entlang, wo Frauen ihre Wàsche waschen. Sie kichern als sie mich sehen.

Ein Riesenfels im Fluss, ich sonne mich und spùre seine Wàrme, umgeben von Friede.
Ich sehe in das Tal, in der Mitte des Bildes, wo der Fluss endet ist mein Hotel.

Ich begegne Frauen, die wie Gemsen in Slippers die Berge hinauf klettern, das scheint die Frauenseite zu sein, hier sind nur Frauen mit Kùhen unterwegs.
Weiter oben bin ich alleine, ich geniesse einfach nur das da sein, welch eine Pracht um mich herum.

Die Russen Christian und Alexander wollen kochen, sie sehnen sich nach russicher Suppe und Kartoffeln mit Huhn.
Wir gehen einkaufen.

Ich esse garantiert kein Huhn hier, bleibe meinem Vegetariertum treu.

Abends hat Gowher kaschmirische Musiker eingeladen.
Ich geniesse die Lieder dieses Volkes, rhytmisch, sehnsuchtsvoll, voller Liebe ........


Der erste Tag im Himalaya war mehr als ich zu tràumen wagte und in der ersten Nacht hatte ich einen Traum.
Erinnern kann ich mich noch daran, dass ich mit mehreren Menschen vom Himmel fiel und ich mir vorstellte, wie ich unten aufklatschte und tod oder verletzt bin.
Dann realisierte ich, dass ich wàhrend des Falles auf einer Matratze lag und ich komme unten an und die Landung ist ganz sanft.
Ich bin glùcklich!

Morgen fahren wir nach Sonamarg, 9000 m hoch, es liegt auf dem Weg nach Ladakh und ist nur 16 km von unserem Hotel c.Zara entfernt.

Kaschmir-Srinagar

Ich bin im Paradies gelandet, es ist unglaublich schòn hier und ich habe wieder einmal die gòttliche Fùhrung genutzt und meiner inneren Stimme vertraut, als dem Gerede der Leute, die mir alle Angst vor Kaschmir machen wollten.

Und genau das macht mich momentan zum glùcklichsten Menschen der Welt.
Ohne Planung bin ich einfach in Kaschmir gelandet. Welch ein Glùck.
Schon im Himmel haben mich die Berge begrùsst und dann das Grùn, denn es ist Frùhling in Srinagar und lovely weather, der Sonnenschein kam mit mir.

Ich glaube nicht an Zufàlle, ich glaube an absolut gòttliche Fùhrung, das habe ich in den letzten 4 Monaten in Indien tàglich erleben dùrfen.
Eigentlich hatte ich schon alles, eine Adresse von dem Cousin von meinem Kaschmirie Freund, der einen shop in Colva hat und mich vom Flughafen abholen sollte, eine Adresse von einem Hausboot, von einem anderen Kaschmirie shop Besitzer in Candolim, als ich plòtzlich vor einem Laden Schmuck anschaute und der Besitzer heraus kam und mich natùrlich in seinen Laden locken wollte.
Ich sagte nur, dass er hùbsche Sachen hat, ich aber nach Kaschmir fliege und lieber vor Ort an der Quelle einkaufe.
Er fragte was ich in Kaschmir machen will. Ich sagte erst auf ein Hausboot und dann tracking.
Er meinte nur ein Freund von ihm macht auch tracking und hat ein Hausboot. O.K. das hòrt man oft, er zeigte mir Bilder auf seinem Handy, er switschte so durch, plòtzlich sagte ich stop, wer ist das, das ist mein Freund, der macht trackings. Ich dachte nur mit dem will ich in die Berge, ich weiss nicht warum ich so sicher war, es war mein innerster Wunsch, ich mòchte nur mit jemand in die Berge, der mir gefàllt, einfach weil ich, wenn ich morgens aufwache mich wohl fùhlen will und nur Schònes um mich haben will. Gowher ist 28, also 30 Jahre jùnger als ich, und er erinnert mich an meine Jugend,  das ist das Schòne und ich wusste einfach er ist es.
Ich sagte ich mòchte seine Nummer. Die rùckte er jedoch nicht so schnell raus, er muss ihn erst anrufen. O.k. das klingt seriòs, also bitte gleich. Was gleich, ja sagte ich gleich, ich will mit ihm sprechen.
Und so kam es, dass ich ein Hausboot, einen Tracker und jemand hatte, der mich vom Flughafen abholt, und ich war sicher es ist der Richtige, und Gowher ist der Richtige.

Und richtig ist auch seine Familie, alle super nett, mir gleich ans Herz gewachsen, ein bisschen verrùckt und absolut meine Wellenlànge.
Die Mama, sehr liebenswert und herzlich, Simu, die Frau seines àltesten Bruders Umar und deren Tochter Zara, nach der die Hausboote umbenannt wurden.

Ich werde von Gowher vom Flughafen abgeholt und gleich zum Bouleward Nr. 7 gebracht, wo uns eine Shikara zum Hausboot rudert.

C.Zara und H.B.Ceylon ist der Name der Boote.
Ich habe die Wahl, als offizieller Tourist in einem der beiden Hausboote zu wohnen oder zusammen mit der Familie in einem Haus auf Stelzen hinter den Hausbooten zu einem gùnstigeren Preis. Ich entscheide mich fùr das Zimmer zusammen mit der Familie, zu der ich einfach sofort einen guten Draht habe, weil auf dem Weg zum Hausboot haben wir gleich bei Verwandten angehalten und ich habe alle kennen gelernt. Wir haben dann Mama Ferida und Zara und Simu gleich mitgenommen.
Mein Zimmer ist super gross und ich bin hautnah in der Familie integriert, benutze ihr Badezimmer und Essensraum, welcher nur aus einem Zimmer mit nichts drin besteht, weil hier alles am Boden statt findet.
In der Kùche sind  Ajaz, ein anderer Bruder und Simu, die hier kocht.

Wenn ich zu meinem Fenster raus schaue, sehe ich die Nachbarin Wàsche aufhàngen, sie steht knòcheltief im Wasser, das scheint sie nicht zu stòren

Ich habe einen herrlichen Blick in den sogenannten Innengarten, welcher unter Wasser steht, und bin in gesicherter Entfernung der indischen Touristen, die momentan Kaschmir und die Hausboote erobern.
Das Nachbarsboot gehòrt dem Onkel, auch von dort ein herrlicher Blick.....

Am ersten Abend sassen wir alle gemùtlich neben der Kùche im Essraum und haben gegessen und gelacht, es war als wàre ich schon immer da gewesen.
Sehr heimeliger Empfang, ich spùrte meine Intuition war goldrichtig, so wohl fùhle ich mich hier.
Am nàchsten Morgen nach dem Frùhstùck meinte Gowher, er muss in seinem Haus auf dem Land nach dem rechten sehen, weil es neu vermietet wird, wenn ich will kann ich mit kommen.
Nichts lieber als das, so lerne ich die Umgebung kennen.
Die Làden und Basare waren geschlossen, weil es sind gerade Wahlen hier und dabei wurde ein Mensch erschossen, der anscheinend mit Steinen auf die Polizei geworfen hat, doch diese Story ist fragwùrdig, andere sagen, er habe nur sein Tor gestrichen, weil seine Schwester heiraten wird. Wissen was wirklich vorgefallen ist weiss niemand, aber die Làden streiken.
Wir fahren durch Strassen und erreichen irgendwann das Haus.
Die Jungs sind schon dabei es zu reinigen.
Weil ein Sturm das Dach abgedeckt hat, war das Haus undicht und innen ist alles nass und feucht.
Das Dach ist nur provisorisch gedeckt und die Reinigung sieht so aus, dass alles raus getragen wurde und in der Sonne getrocknet, wàhrend die Jungs innen mit dem Schlauch alles abspritzen und mit Schrubber zu werke gingen.
Ich durfte beraterisch und packtechnisch zur Seite stehen, doch gut, wenn man viel Erfahrung im Leben gesammelt hat. Wir haben die Schrànke geleert und die Sachen in Metallbehàlter gepackt, um sie mit auf's Hausboot zu nehmen. Dabei habe ich erfahren, dass es die Sachen der Mutter und von Simu sind, weil vorher hat die Familie im Haus gelebt, aber die Mànner leben lieber auf dem Hausboot, die Frauen wùrden das Haus bevorzugen.
Es muss aber fùr die Gàste auf dem Hausboot gekocht werden, somit ist es besser dort zu wohnen.

Die Jungs waren echt fleissig, haben alles gewaschen und getrocknet, Gowher gab noch ein paar Anweisungen danach sind wir in den Heritage Moghul Garden Shalimar gefahren, damit ich etwas schònes von Kaschmir zu sehen bekomme.
Vorher haben wir in einem Strassenlokal gegessen.

Der Garten ist wunderschòn und fùr mich war es richtig Frùhling nach der endlosen Hitze in Goa.   !
Wunderschòne Pflanzen, besonders die in Kaschmir berùhmten Chinar Trees, eine Art Ahornbaum, die riesengross werden und die Muster oft in Teppichen oder Stickereien wieder zu finden sind. Mir gefallen besonders die rosa blùhenden Bàume, die mich an
Herzen erinnern.

Nach der Pause im Shalimar garden besorgten wir den Jungs etwas zu essen und sind wieder ins Haus gefahren, um die Dinge, die noch nicht vergammelt waren auf's Hausboot zu bringen. Ich konnte den Konflikt spùren, die Mutter wollte die Dinge im Haus lassen, weil sie wieder ins Haus zurùck will, doch das wird jetzt fùr 3 Monate vermietet und da wertvolle, alte Sachen drin sind bringen wir diese auf's Boot.
Ùberall auf der Welt ist es àhnlich, es hat mich an das Ràumen des Hauses meiner Mutter erinnert, die Mùtter leiden, wenn sie altes loslassen mùssen. So habe ich versucht diese Mutter hier zu tròsten und ihr klar zu machen dass das momentan das Beste ist, bevor die Dinge gaklaut werden.

Es war ein Schònes Ankommen hier in Srinagar, so eingebunden in das Leben einer Familie und etwas beitragen zu kònnen.
Am Freitag geht Mama Ferida beten in die Mosque. Ich fragte, ob ich mit kann, ob es erlaubt ist. Ihre Augen strahlten, klar kann ich mit, wir gehen in eine besonders schòne Mosque, the white Mosque. Noch mehr strahlte sie, als sie sah, dass ich mich fùr das Gebet ganz in weiss kleidete, weiss ist ihre Lieblingsfarbe seit sie 16 ist.

Es war nur ein kleines Boot da, so steigen wir ein und schwupps hatten wir alle einen nassen Hintern in weiss.
Tja, das Boot leckte und wir mussten dann doch umsteigen in ein etwas komfortableres.
Mit der Riksha fuhren wir dann um den halben See, um zur Mosque zu kommen. Zara war mit uns, weil ihre Mutter zum Doktor musste.
Zuerst sind wir in die Mosque irgendwo im Vorraum beten. Aber es war wohl noch nicht die richtige Betstunde, deshalb sind wir erst mal auf den òrtlichen Markt in der Nàhe etwas essen gegangen.

Anschliessend zurùck zum Gebet, diesmal im Freien auf der Wiese.
Es war spannend zu sehen wie die Frauen sich umarmen, grùssen, und nebeneinander zum Gebet in der Wiese sitzen.
Wie bei uns in der Kirche, mal wird aufgestanden, dann sich nieder geworfen, dann wieder gesessen. Am Besten hat mir der Gesang gefallen, der aus der Moschee erklang und alle haben mitgesungen. Fùr mich ein schònes Erlebnis, habe meine Vater unser und Mariengebete gebetet, ich denke das darf ich auch in einer Moschee wo es doch nur einen Gott gibt, aber verschiedene Hàuser diesen zu verehren.
Natùrlich wurde ich ein bisschen wie im Zòo angestarrt, aber oft kam mir auch ein wohlwollendes Làcheln entgegen.
Ich war die einzige Touristin.
Auch draussen in den Strassen habe ich noch keine europàischen Touristen gesehn.

Nach dem Gebet im Freien sind wir dann noch durch die Moschee nach draussen gelaufen und haben uns zusammen ablichten lassen. Alles kein Problem, so heilig ist das Ganze auch nicht.

Drausen vor der Moschee wurde Wàsche getrocknet, Stacheldraht auf Mauern gerollt, das lieben sie hier auch auf den Strassen, plòtzlich gehts nicht weiter, weil da Stacheldraht liegt.

Das Leben auf der Stasse ist spannend, es gibt unendlich viel zu entdecken........

Fùr mich war es ein schòner Tag, er endete dann im Haus der Tochter, wo alles abgeladen wurde was wir eingekauft haben, Mangos, Lotusbĺùtenstiele, gebackene Fladen.......so wie bei uns eben auch, Mami versorgt Tochter.
Dort gab es dann Tee und Gebàck fùr mich ein bisschen anstrengend, weil ich kein Wort verstand, aber alles hat eben 2 Seiten und ich geniesse es das Leben hier hinter den Kulissen zu sehen und nicht als ùblicher Tourist.
Ein Taxi hat und dann wieder zur Shikara gebracht und zu Hause wurden wir mit einem leckeren Essen empfangen. Was will ich mehr, mir geht es super gut hier und ich fùhle mich geliebt, weil alle es mir zeigen.
Das tut sehr gut und òffnet das Herz.

Morgen fahren wir fùr 2 Tage nach Sonamarg in den Himalaya, dort hat die Familie ein Hotel, ich bin sehr gepspannt.

goa ade

Nun war ich 4 Monate in Goa. Auch wenn nicht alles planmàssig gelaufen ist, war es eine schòne und abwechslungsreiche Zeit, in der mir nette Menschen begegnet sind und ich auch Zeit fùr mich hatte.
Meine letzter Wohnort war ein  Traum, ein Turmzimmer mitten in einem Prachtgarten von Familie d'Mellos, vom Meer nur durch ein paar Bùsche getrennt.
Das waren die Blicke aus meinen Fenstern.
Im Garten wachsen jetzt auch alle Frùchte, es hat schon mal ein bisschen geregnet und die ersten Mangos wurden geernted.

Inzwischen ist es so unertràglich heiss und feucht hier, dass mir im Stehen das Wasser den Kòrper hinuntet fliesst und man eine Minute nach dem Duschen schon wieder duschen kònnte.
Man hat zu nichts mehr Lust, war die letzte Woche nicht mehr schwimmen, das Wasser ist pisswarm und keine Erfrischung mehr.
Das einzige was ich noch gemacht habe war Roller fahren (frischer Wind) und Yoga unterrichtet.
Nun, so kurz vor dem Abgang wollten alle noch mòglichst viel Yoga.

Vorne rechts Catty und Godwin, die alles fùr mich organisiert haben und denen das Tanzstudio gehòrt.

Einzelstunden und Paararbeit wurden tàglich gebucht, so dass ich richtig ins schwitzen kam.
Vorne rechts pppp

Ansonsten hat mir Indien die Vergànglichkeit wieder gezeigt, nichts bleibt wie es ist.
Season is over, die Leute bauen ihre Strandkneipen und Làden ab und gehen nach Hause in ihre Heimat.
Meine Lieblingsstrandkneipe wurde abgerissen, da wo ich am liebsten gegessen habe und super internet hatte fùr mein blogs, all gone....
Die Leute waren gut drauf, viel am Lachen und freuten sich, dass sie endlich heim dùrfen.

Der Strand wurde immer leerer, statt Touristen waren jetzt einzelne Fischer abends am angeln.
Meine franz. Freundin Anna und ich genossen das Abendlicht und waren auf der Suche nach einem neuen Restaurant.
Es hat auch Vorteile, mal wieder etwas Neues aus zu probieren, wir haben diverse Essensstudien betrieben und uns zu der " queen of the day" benannt, inspiriert von dem schòn verzierten Mittagessen.

Die letzten 2 Tage haben wir in Margao verbracht bei meiner Neuentdeckung, dem Ayurvedischen Wunderdoctor Dr. K.Gangadhar.
Wir konnten nicht genug von ihm und seiner frischen Art bekommen, er hat uns beraten, wir haben Ayurvedische Medizin Kiloweise bei ihm gekauft, fùr Mama, fùr Freundin, fùr mich und meine Yogaschùlerinnen mit bestimmten Problemen.
Dr. Gangadhar ist ein wirklich spiritueller Mensch mit wunderbarer Ausstrahlung, die einfach ansteckt.
Leider habe ich ihn zu spàt kennengelernt, noch rechtzeitig um mich mit Ayurvedischer Medizin zu versorgen, aber zu spàt, um an seinen Yogaklassen teil zu nehmen. Ich werde also noch mal nach Margao reisen, um seinen Unterricht zu geniessen. Jetzt teste ich erst mal die Wirkung der Mittel, die er so ùberzeugend verabreicht. Er nimmt ùbrigens nur das Geld fùr die Medikamente, die Preise sind gùnstig und stehen auf der Packung. Wir waren Stunden bei ihm, das hat er nicht berechnet. Hat in mir grosses Vertrauen erweckt.

Nach dem Besuch beim Doc fùhrt kein Weg am Markt vorbei, der ist einfach phantastisch und schnell sind noch ein paar Geschenke in der Tasche.

Besonders cool ist das indische Restaurant, das heute komplet leer war, und somit herrvorragende Bilder entstanden sind.

Ja, irgendwann hat alles ein Ende, der Abschied war herzlich, meine Yogafreunde waren alle traurig und wollten wissen wann ich wieder komme, ich bekam noch ein Prinzessinnendress geschenkt von Ebus Familie und 2 super Brillen mit echten Gleitsichtglàsern von einem meiner Schùler, der Brillenglàser herstellt.
Also ich war happy und tief berùhrt und weiss ich werde immer, wenn ich in Goa bin, im Club de Goa unterrichten, weil sie mir alle ans Herz gewachsen sind.
Mein besonderer Dank gilt Godwin und seiner lieben Frau Catty und seinen Eltern und Geschwistern, die sich alle sehr liebevoll um mich gekùmmert haben, seine Schwester Maleika hat die Buchungen gemacht, sein Bruder Mathias hat mir mit dem tablet und mobiltelefon geholfen, es war immer Unterstùtzung da,  wenn ich sie brauchte.

Habe leider kein Familienfoto, in den herzlichen Situationen vergesse ich manchmal das fotografieren, dafùr habe ich eins von mir mit meiner neuen Brille und von Anna, der letzte Abend am Strand. Ich sehne mich nach den Bergen und kùhler Luft.........