happy holy

Heute am Montag ist es soweit, der "happy holy day" in India und gleichzeitig mein Umzug nach Candolim.
Schon in Colva sind mir die ersten bunten begegnet.
Happy holy ist der Tag an dem der Winter verabschiedet und der Sommer begrùsst wird. Hier gibt es nur 2 Jahreszeiten und jetzt gehen wir dem Sommer und  dem Monsum entgegen.
Dazu gibt es ùberall Umzùge, Partys und vor allem Farbe.
Ich habe ja schon in you tube gesehen, dass dieses Spektakel in Deutschland imitiert wird, um so toller finde ich es jetzt hier vor Ort das Echte zu erleben.
Wir hatten geplant zu einem Umzug nach Margao zu gehen, aber dann kam es doch wieder anderst und wir sind heute Morgen umgezogen.
Haben alles in dem neuen Zimmer abgestellt, unsere Farben eingepackt und sind auf die Strasse.
Es hat nicht lange gedauert bis wir die ersten Farbkleckse abbekommen haben, aber die schnieken Jungs haben nicht schlecht geschaut, als wir auch unsere Farbe ausgepackt und eingesetzt haben. Die sind gerannt, besonders die Schnieken, die keine Farbe wollten. Wir haben gelacht und den ein oder anderen erwischt.
Alle waren fròhlich auf der Strasse und haben happy holy gerufen und gelacht.

Zuerst sind wir der geschmùckten Kuh begegenet......

Aber auch ein paar hùbsche Jungs waren on the road......

Wir genossen die Stimmung und haben zuletzt noch eine Party, die von jungen veranstaltet wurde entdeckt.
Da gings ab, die tanzenden wurden von oben mit einem dicken Wasserschlauch bespritzt, dazu kam extra ein Tanker angefahren, allerdings haben wir und vorher schnell verdrùckt und die Masse hat gebrùllt, wait ladies water is coming....
Die Leute haben getanzt zu ohrenbetàubender Musik......
Schaut selbst

All zu lange haben unsere Ohren das nicht mit gemacht, sind noch zu Freunden von Anna ins Ayuvedic Center, da hat selbst der Masseur, der mich am nàchsten Tag massiert hat nicht gespart mit der blaueb Farbe.

Anna, fand ich, war schon ein kleines spontanes Kunstwerk.

Abends sind wir an den Strand, um uns von der Farbe zu befreien, was nicht ganz geglùckt ist, dann haben wir uns kurzerhand zwei neue Kleider gekauft, weil es so heiss war und wir die verschmierten Klamotten nicht mehr anziehen wollten.
Hier kommt immer alles zur richtigen Zeit, das kann ich nicht oft genug wiederholen, genau die 2 richtigen Kleider fùr uns, hàtte nicht besser sein kònnen und hàtten wir nie gefunden, wenn wir sie gesucht hàtten.

Und wir haben 2 glùcklich gemacht, so spàt am Abend noch Buisyness.......

fg biketour to Betul

Der Tag begann mit Yoga in der Colva beach hall, einem wunderschònen Ayuveda Zentrum.
Das Schòne ist man schaut beim Ùben direkt auf's Meer und im Shavasana fliesst der Atem mit den Wellen des Meeres, die Welle kommt, die Welle geht, es ist real, der Atem kommt der Atem geht, das habe ich besonders genossen, ich muss es mir nicht vorstellen, es ist da.
Beim Verlassen der Halle bleibt das Auge unwillkùrlich an dem wunderschònen Blumenmandala im Eingang hàngen.

Anschliesend Spaziergang am Strand und ausgedehntes Frùhstùck mit Anna.
Dann packen, weil ich am nàchsten Tag umziehe, oh graus, nichts mehr davon zu sehen, dass ich mit nur 15 Kg gekommen bin.
Ich habe inzwischen soviele Sachen, Klamotten, Kùchensachen, dass ich 2 Koffer voll und diverse Taschen  vollgestopft habe. Ich hoffe das Taxi ist gross genug und ich ziehe nicht mehr so oft um.
Um zwei sind wir dann mit den Scootern zu Agosto gefahren, wo wir erst mal von Celine wundervoll bekocht wurden. Diese gemeinsamen Essen werde ich vermissen, ich habe die beiden in mein Herz geschlossen. Sie sind nicht nur sehr glàubig, sie leben es auch, sie ist so liebevoll und er so voll witz und Charme, dass man nicht mùde wird seinen Geschichten zu lauschen, Er wollte Prister werden und hat 12 Jahre mit deutschen Missionaren gelebt und studiert.
Dann wurde sein vater krank und er musste Heim, sich um seine Falilie kùmmern, aus der Traum vom Priester.
Aber nun hat er so eine nette Frau und Tochter und es geht ihm gut, sie leben sehr bescheiden.
Ich habe mich immer sehr wohl i  ihrer Gesellschaft gefùhlt.
Nach dem Essen habe ich mich bei ihm auf's bike geschwungen, Anna fuhr mit dem Scooter hinter her.
Wir fuhren durch wunderschòne Dòrfer, ei same Strassen, vorbei an alten portugiesischen Hàusern, von denen viele leer stehen und vergammeln, was mir in der Seele weh tut.
Der erste Stop war ein "miracle cross", wer zu dem Kreuz betet erlebt Wunder. Solche Kreuze gibt es viele in Indien, Wunder auch.

Es geht weiter durch Dòrfchen bis wir irgendwann wieder am Meer sind.
Dort am hintersten Ende kommen wir ans Ufer wo eine Statue steht, das ist der Wàchter des Meeres.

Es gibt noch mehr schònes zu sehen

Und auch die christlichen Elemente sind an diesem Strand wie ùberall in Goa.

Wir sehen spielende Kinder und Frauen, die mùhseelig Austern aus den Muscheln an den Felswànden kratzen. Es ist eine Delikatesse hier und wird in
mùhseeliger Kleinarbeit geerntet. Es sind kleine Austern, sie zeigen uns wie sie es machen.

Auf dem Rùckweg halten wir in einem typischen, indischen Teehaus. Wir dùrfen sogar die Kùche betreten, unser Freund sorgt dafùr, dass wir alles zu sehen bekommen.

Es war eine wunderschòne Tour und sie endete in Margao mit einem Lampenkunstwerk, das gebaut wurde, um bòse Geister zu vertreiben, der Kopf war allerdings schon abgeschlagen, aber es sah so wunderschòn skuril aus im Abendlicht.

Genusstag pur

Das Thema des Tages war geniessen. Morgens um 6 mit dem scooter und Anna nach Margao, dann mit dem Bus nach Panjim.
Das allmorgentliche Teeritual im Bahnhof von Panjim, wenn ich Yoga unterrichten gehe.
Jedes mal trinke ich beim gleichen Teeshop meinen Tee. Der Mann freut sich immer, wenn er mich sieht, làchelt und schenkt mir schon ganz selbstverstàndlich Tee ein. Heute bin ich mit Anna, also 2 Tees und ausnahmsweise noch ein Samosa und ein Hefegebàck.
Wir stellen uns an die Strasse an eine Mauer und trinken den Tee wàhrend wir auf Ebu warten.
Dann beginnt das Yoga in Porvorim um 7.30 Uhr.

Danach fahren wir zurùck nach Margao.
Dort gibt es einen wunderschònen Markt. Wir entdecken ein indisches Restaurant rappelvoll. Super leckeres Essen. Nach Gedràngel und Warten hilft uns eine Frau einen Platz zu ergattern. Sie steht auf und wir sofort auf die Bank, hier ist immer um Platz kàmpfen angesagt, egal ob im Lokal oder im Bus.
Wir bestellen 3 leckere Gerichte eines mit Kartoffeln, dann die runden Bàllchen gefùllt mit Kartoffeln und ein gelbes Griesgericht. Ich weiss es ist peinlich, ich kann die Namen immer noch nicht, aber fùr die Asana Namen habe ich ja auch Jahre gebraucht und so lange bin ich ja jetzt  noch nicht hier. Aber ich habe ein Bild gemacht von diesen leckeren Sachen.
Dazu gibt es noch 2 Tees und eine Cola, noch Original in def Ursprungsflasche.
Es hattes alles super lecker geschmeckt und bezahlt haben wir fùr das ganze Frùhstuck zusammen 96 Rs, etwas ùber einen Euro.

Anschliessend sind wir noch ùber den bunten Markt geschlendert, die Augen bekommen hier immer genùgend Nahrung.
Auch eine Mutter mit einem Kind, das sich mindestens 4 mal erbrochen hat, bahnte sich den Weg durch die Massen, alles ganz normal, na ja wir haben dann einen anderen Gang gewàhlt. Draussen kamen wir an einem Tempel vorbei, dort gab es bunte Farben zu kaufen fur den "Happy Holy Day" , der am Montag ist. Wir haben gleich mal zu geschlagen, da wollen wir doch auch unseren Spass haben.

Auf der Strasse war ein buntes Treiben, Massen von Rikschas, Hàndler, wir kauften noch ein paar Blùmchen fùr Celine, Agostos Frau, die mich immer so lecker bekocht.

Dann sind wir mit unseren bikes weiter gefahren zum mog, meinem immer noch Lieblingscafe, am Genusstag darf das nicht fehlen. Anna war geplàttet von der phantastischen Schokocreme, ich habe Cappucinocreme in einer essbaren  Schokoladentasse geschlemmt.
Mog - bedeuted Liebe, ist in allen Sprachen auf eine Tafel geschrieben und die Liebe geht heute durch unseren Magen....
Und es war wieder ein ganz spezieller Kuchen in Form eines Fisches zu bewundern und.....ein Freundschaftskuchen, wohlgemerkt kein Hochzeitskuchen.

Danach sind wir auf einen Sprung bei Agosto und Celine vorbei, die Blùmchen abgeben und wurden gleich zum Lunch eingeladen. Das mussten wir leider ausschlagen, das hàtten unsere Màgen dann doch nicht verkraftet.
Aber Agosto hat  uns fùr Sonntag zu einer Motorradtour nach Betul eingeladen und vorher natùrlich lunch.
Wir sind ohne Polizeikontrolle wieder in Colva gelandet und nun hiess es fùr mich Abschied nehmen von all den lieben Menschen, die ich kennengelernt habe. Am Montag ziehe ich nàmlich um nach Candolim.
Zuerst habe ich Primadonna besucht, die jeden Tag so tapfer in ihrem Laden sitzt und ihr Schokolade gebracht.
Dann meinen Kaschmiri Freund, bei dem ich fast jeden Tag Abends zum Tee trinken und Samosa Essen war, er hat sich so gefreut ùber meine Gesellschaft und war sehr traurig, dass ich jetzt gehe, no more tea time.

Von dort sind wir dann zum Strand zum sunset, vorbei an den wunderschònen alten Taxis, die an Kuba erinnern.
Dabei ist uns auch Jesus in Gestalt eines Busses begegnet, hier ist nichts unmòglich.......

Dann runter zum Strand, dort herrschte reges Treiben, es ist Wochenend und die Inder gehen mit ihrer Familie zum Strand und vergnùgen sich, machen Picknick,
sie haben richtig Spass beim durch die Luft fliegen, beim Boot fahren oder in den Wellen hùpfen mit Klamotten oder manche Mànner inzwischen von den Touristen infiziert mit Unterhosen, oder Frauen in schwarzen Burkas.......alles ist erlaubt....

Die Mànner schieben mit vereinten Kraften die Boote wieder rein und das Gute ist Jesus und Maria sind immer dabei.
Es war ein echter Genusstag fùr uns und dabei ist mir aufgefallen, dass vielleicht ein alter Glaubenssatz von mir geheilt wurde, weil Genuss war bei uns nicht so angesagt, man ist nur was im Leben, wenn man arbeitet, das Leben ist Arbeit.
In meinem Heilsatz vom healing code bitte ich auch um Heilung und Aufspùrung von ungesunden Glaubenssàtzen und der kam mir plòtzlich in den Sinn......
Und ich erinner mich daran, dass mir manchmal die Lebensfreude fehlt, heute war sie da und ich erinner mich an die Meditation von Fr Joe, die endet mit dem Satz: we are coming from thanksgiving for the wonder of our being, feel the joy in every cell and celebrate live.........
Ja, das haben wir heute gemacht, das Leben gefeiert und genossen und es hat so gut getan unter all den Menschen hier.
Auch in meinem Lieblingslokal habe ich mich noch verabschiedet, der Nepalese war traurig, mir ist nichts besseres eingefallen, als ihm mein  Armband, das ich um hatte zu schenken, dann hat er wieder gelàchelt.
Meine Freundin Sabine mòge mir vergeben, es war von ihr. Es hat einen Menschen glùcklich gemacht, sie versteht das, ich weiss es, alles ist da um Freude zu bereiten, das eine geht, das andere kommt, loslassen kann so schòn sein......

Und die leeren  Flaschen dienen als Stànder fùr die Raketen, die hier fast tàglich abgeschossen werden, als wàre jeden Tag Sylvester und es gàbe einen Grund zum feiern. Der Fisch ist eine Kokosnussschalae .....live one day at a time......

Strandtag

Nachdem ich nun genug ùber mich und mein Leben meditiert habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen, meine Auszeit jetzt richtig zu geniessen.
Es scheint Gottes Wille zu sein mir Genuss zu verschaffen, ansonsten wùrde er mir Arbeit geben.
Gestern Morgen habe ich meine 2. Yogastunde im Beach House Goa am Strand genommen. Zu sùss der Lehrer, wie er immer "relaxxxxxxx" sagt und dabei das x ausdehnt. Ich habe schon lange selbst keinen Unterricht genommen und finde es spannend mal nicht vorne, sondern in der Reihe mit den Schùlern zu sitzen.
Dennoch bin ich froh um mein Wissen, weil die Details sind hier nicht an der Tagesordnung.
Aber mir macht es Spass meinen Kòrper zu dehnen und mich selbst zu spùren und auch bei Ùbungen, die ich nicht mache mich neu zu erleben.
Im Yoga habe ich Anna aus Hamburg getroffen und anschliessend haben wir bei mir gefrùhstùckt und wollten dann Fahrràder fùr den Strand mieten.
Leider waren diese schon alle ausgefahren, so dass wir beschlossen einen richtig faulen Strandtag zu machen, haben wir beide schon lànger nicht mehr gemacht, da wir beide nicht die Sonnenbrater sind.
Wir sind ùber eine Stunde lang Richtung Majorda gelaufen, um dann in meiner Lieblingstrandbude Antonios etwas leckeres zu essen.

Danach haben wir uns unter die Palmensonnenschirme gelegt und gelesen. Ich bin fast fertig mit meinem 1087 Seiten Buch "Shantaram" und kann Euch nur empfehlen, kauft das Buch und bucht gleichzeitig Urlaub, am Besten in Indien oder macht Balkonien zu Hause und schliest die Tùr ab.
Dazwischen haben wir uns im Wasser abgekùhlt, allerdings ist es keine Abkùhlung mehr, das Wasser ist so warm wie das Wasser im Plantschbecken vom Schwimmbad, aber die hohen, reissenden Wellen erinnern daran, dass es das Meer ist, in dem wir uns bewegen.
Inzwischen ist es gnadenlos heiss hier, fùr mich immer noch gut, da ich wohl schon òfters in der Wùste gelebt haben muss, fùr einen Hitzeverachter Backofen.
Damit wir nicht komplett weg triften unter der sengenden Sonne, haben wir uns einen typisch deutschen Nachmittagskaffee gegònnt. Manche Rituale sollte man bei beibehalten.
Anschliessen machten wir uns auf den Rùckweg, da gab es viel zu sehen, angefangen bei den russischen Tanten, Kindern, Mànnern bis hin zu den Fischern, die noch wie annu dazumal ihre Netze aus dem Meer ziehen und ihre Boote mit vielen Mann gemeinsam aus dem Meer ziehen und dabei rythmisch brùllen damit jeder weiss, wann geschoben wird.

Man sieht auch  viele Inder am Strand entlang gehen mit ihrem ùberaus weichen und galantem Gang, sehr entspannt und wunderschòn an zu sehen, oder Volley Ball spielend oder mit der Familie baden mit sàmtlichen Klamotten wird das Meer erobert, oftmals das Gesicht in Schals gehùllt, aber der Kòrper unter den nassen Saris abgezeichnet.
Die Europàer fahren eher mit dem Velo ùber den harten Sand oder laufen etwas schwerfàlliger, da das Gewicht irgendwie getragen werden muss.
Dem Auge wird jedenfalls viel geboten, so auch den Augen der life guards, die alles Tag fùr Tag in einer bewundernswerten  Gelassenheit beobachten.

Die Sonne sinkt immer mehr, das Meer glitzert und man sieht auch mal ein indisches Pàrchen verliebt in der Abendsonne oder meditierende, oder als Gegensatz betrunkene Mànner hinter einem Schiff mit einer Flasche Wodka sich im Sand wàlzend. Alles ist Leben, selbst der kleine Hund, der verloren am Strand herum irrt geniesst es gestreichelt zu werden und weicht dann nicht mehr von unseren Fùssen.

Um so mehr wir uns wieder nach Colva zu bewegen wird es voller, die Kneipenschilder erscheinen manchmal nur noch in russisch, man hòrt Inder russisch sprechen, sie passen sich jeder Situation an, in den Zeitungen liest man wie die Russen schon Taxis fahren und Touristentouren anbieten, Kneipen fùhren  und somit den Indern die Arbeit weg nehmen. Es soll sogar schon russische Gangs hier geben, die Krawalle machen. Kein Goaner ist erfreut ùber diese Entwicklung, aber man fùgt sich und lernt die Sprache der Eroberer, da diese gar nicht gewillt sind Englisch oder Hindi zu lernen.
How sad! Die Welt veràndert sich immer, aber nicht immer zum Guten.
Hier sehen sich viele nach den alten Hippiezeiten und den Deutschen und Englàndern zurùck.

retreat

So wie diese Wàscheleine im Wind weht, so wehen auch manchmal unsere Seelen im Wind......
Momentan bin ich im Schweigeretreat mit mir selbst.
Ich verbringe sehr viel Zeit mit mir alleine und es kommen viele alte Schichten aus meinem Inneren an die Oberflàche.
Ich heisse sie willkommen, egal ob sie hell oder dunkel sind.
Auch alte Glaubenssàtze wie ich bin traurig, ich bin alleine, keiner will etwas von mir, kommen an das Licht unter der Sonne Indiens.
Ich bin dankbar fùr diese Gefùhle und beobachte langsam ihre Transformation. Eckhard Tolle wùrde sagen der Schmerzkòrper hat mal wieder Hunger.
Was passiert, wenn wir ihm kein Futter geben.
Ich weine eine Tràne voller Trauer und denke Trànen sind der Nektar Gottes, Mandakini Zitat, und ich schenke Gott diesen Drink von ganzem Herzen, er wird ihn geniessen.
Ich vermisse, meine Freundinnen, mein Heim, meine Mutter, meine Kinder, meine Nachbarn, und den Frùhling in Deutschland.
Und ich bin froh, dass es so ist, das ist ein Geschenk und eine tiefe Erfahrung, die ich nicht hàtte, wàre ich zu Hause.
Es zeigt mir wie wertvoll alles ist , was ich zurùck gelassen habe und ich freue mich darauf es wieder in meinen Armen zu halten.
Alleine hier zu sein und so viel Zeit zu haben, dass man davon nur tràumen kann, manchmal nur da zu sitzen um dem Wind in den Palmwedeln zu lauschen, die Vògel singen zu hòren und das Bellen der Hunde bellen, das ist Leben wie es immer ist, ohne ups and downs, hier ist jeden Abend ein wunderschòner Sonnenuntegang zu beobachten, nie gleich, immer anderst, immer schòn. Das gleiche gilt fùr den Sonnenaufgang, den sehe ich nur seltener.

Und mit jedem neuen Tag wird wieder Wàsche gewaschen, gekocht, gegessen und gelebt.

Dies machen die Menschen hier in einer unendlichen Geduld. Viele leben nur im Provisorium, haben nicht mal ein Bett, schlafen irgendwo am Strand unter einer Plane am Boden, duschen unter einer anderen Plane mit einem Eimer Wasser und warten dann in einer Eselsgeduld auf den nàchsten Touristen, dem Sie einen Tee kochen kònnen oder ein Essen servieren und noch einen Liegestuhl mit Sonnenschirm zurecht rùcken.
Ich frage mich oft, was fùhlen sie wirklich, die meisten von ihnen làcheln immer, wenn man sie fragt wie es ihnen geht, geht es ihnen gut.
Ich bewundere sie, und schàme mich manchmal meiner ungesunden Gefùhle.
Genau diese Menschen geben mir hier Erdung, sie sind selbst nicht von hier, fern der Heimat und doch sehr pràsent. Sie haben alle Heimweh davon bin ich ùberzeugt, aber sie nehmen ihr Schicksal ganz an. Das ist das Spirituelle was hier mit dem Wind durch die Luft weht, vielleicht liebe ich es deshalb so hier im Wind zu sitzen und mich streicheln zu lassen von dem Schicksal so vieler Menschen.
und der Wind gibt mir Trost und ohne Worte verstehe ich wieder ein Stùck mehr und lasse einen Teil meines alten Schmerzes, der vielleicht noch nicht mal meiner ist, mit dem Wind ziehen.
Und Abends wenn es dunkel wird gehe ich zu meinem einsamen Kashmiri in seinen Shop, da sitzt er Stunden Tag fùr Tag, Monat fùr Monat und wartet auf Kunden, die ihm ein Kleidungsstùck abkaufen.
Wenn er mich sieht, strahlt sein Gesicht, er rennt sofort los und holt Tee und Samosas und ist glùcklich, dass ich da sitze auf dem Stuhl neben ihm und mich mit ihm unterhalte ùber seine Heimat Kashmir, auf die er sehr stolz ist, ùber seine Kinder, seine Familie oder ùber das was ich erlebt habe.
Wenn ich dann einen Anflug von schlechter Laune verspùre bekomme ich ein Gefùhl von Undankbarkeit und bin dann sehr dankbar, dass mir das gespiegelt wird. Das Glùck ist einfach, sehr einfach und ist in mir und ùberall zu finden, wir dùrfen nur nicht darùber trampeln und uns selbst so wichtig nehmen.
Das sagt dann meine innere Stimme und ich beschliesse dem Schmerzkòrper weder Tee noch Samosas an zu bieten, der bekommt heute nichts von mir.

Das Baby ist die Enkelin der Frau aus Karnataka, es sind viele Menschen aus Karnatake hier, sie gehen Ende Mai wieder Heim wàhrend der Regenzeit.
Das kleine Wesen ruht friedlich am Boden, es weiss noch nichts von seinem Schicksal, dem Mann dem es einmal Zugesprochen wird, es ist nicht glùcklich oder unglùcklich, doch es kann weinen, wenn ihm etwas nicht passt und lachen wenn es ihm gut geht.
Vieviel Menschen haben hier Grund unglùcklich zu sein, sie werden einfach verheiratet mit jemandem, den sie noch nie gerochen, noch nie nackt gesehen haben, von dem sie nicht wissen, ob die Seelen im Gleichklang schwingen werden.
Aber wieviele von uns, die wir wàhlen kònnen wen wir heiraten, sind deshalb glùcklicher. Wie lange dauert das Glùck und ist es ùberhaupt Glùck.
Ich glaube nicht. Glùck ist annehmen was ist, in Frieden sein mit sich und dem Leben.
Vielleicht ist das der einzige Grund warum wir geboren sind und jeder tut dies auf seine Weise, so wie er Glùck empfindet und dann strahlt er dieses Glùck aus und es erreicht andere.
Ich denke oft darùber nach, auch im diesem Moment ùberkommt es mich. Ich wollte schon oft in meinem Leben helfen, wollte nach Afrika mit dem Entwicklungsdienst, es hat nicht geklappt, nun mein Projekt hier fùr Frauen, klappt zumindest momentan auch nicht.
Vielleicht will Gott mir was zeigen, dass ich das alles nicht brauche, dass ich fùr etwas anderes auf dieser Welt bin.
Immer wenn ich Yoga unterrichte bin ich glùcklich und auch die meisten Menschen die zu mir kommen sind dann glùcklich.
That' it !!!!!!!
Seit ich hier bin habe ich glùckliche Momente erlebt!
Z.B.  auf dem Ganges , beim Motorrad fahren, am Strand,  beim Yoga und ..............und bei vielen kleinen Dingen...

Das werden alles positive, zellulàre Erinnerungen, und die alten werden sich langsam auflòsen, dazu bin ich vielleicht auch hier.
Ich arbeite immer noch mit dem healing code und bete dafùr, dass altes, zellulàres Bewusstsein aufgespùrt, erschlossen und erlòst wird.
Das kann hier einfach gut geschehen, weil ich hier die Zeit und den Rahmen dafùr habe, somit betrachte ich diese Reise mit allen Hindernissen auch als eine Reise der inneren Heilung.
Ich wollte diese Erfahrung einfach auch mit Euch teilen und ich weiss es wird noch etliches mehr dazu kommen, es geht immer weiter auf dem spirituellen Weg des Wachstums und der Ùberwindung der Hindernisse ins Licht.
Zum Abschluss eine Karte von Celia aus Canada ùber, die ich mich sehr gefreut habe.
Om Shanti