Intensives Üben mit Father Joe in Bergalingen

Welch eine Freude im Herzen - 3 Yogatage mit Father Joe in dem schönen Seminarhaus Heidewuhr in Bergalingen. Father Joe war in bester Kondition und hat alles gegeben, dass auch wir in Form kommen. Es war wirklich ein sehr intensives, gemeinsames Üben in einer netten Gruppe.

Besonders meine Hüften haben sich nach dem Seminar wesentlich besser angefühlt. Nun überlege ich die ganze Zeit wie ich zu einem Geländer komme, da die wichtigste Heilübung für die Hüfte am Geländer geübt wird. Nun ich werde ja bald wieder in Bergalingen sein und ein Yoga Fortbildungswochenende geben, dann kann ich wieder am Geländer üben.
Zu diesem Wochenende möchte ich Euch herzlich einladen, es soll auch ein intensives Üben nach Father Joe werden für alle, die sich weiterbilden wollen oder einfach die Yoga Praxis vertiefen möchten.

Es tut immer gut, länger am Stück zu üben und sich eine Auszeit zu gönnen. Der schöne Schwarzwald wird noch sein nötiges dazu beitragen.
Damit Ihr seht was Euch erwartet, ein paar Bilder von den intensiven Tagen mit Father Joe im Juni 2009.

Yoga im Kloster Tiefenthal

Pfingsten ist vorbei und somit auch die wunderschönen Tage und das Retreat im Kloster mit Father Joe.
Dieses Jahr haben wir ein neues Kloster ausprobiert in der Nähe von Eltville der Rosenstadt.

Nicht nur die Rosen haben uns begeistert, sondern auch die freundlichen Schwestern und die tolle Atmosphäre im Kloster.
Diesmal war es ganz besonders schön, Father Joe wird jedes Jahr jünger und kommt immer mit neuen Inspirationen.

Das motiviert uns immer weiter zu üben und die Herausforderungen anzunehmen.

Besonders schön war, wie ich fand, die detaillierte Anleitung zum Atem und der meditative Part.

Das soll nicht heißen, dass unsere Muskeln nichts getan haben, ich glaube wir haben sie alle gespürt, aber wir sind vielleicht ein bißchen weiter in das feinstoffliche eingetreten und das war eine wunderbare Erfahrung.

Dank an Carmen, Traudel und Rolf für das tolle Konzert und die Musik in der Messe.

Lustig war es auch, besonders im nicht weit entfernten Kloster Eberbach, wo der Film "Der Name der Rose", gedreht wurde. Von den unheimlichen Geschehnissen haben wir nichts mehr gemerkt, dafür haben wir in der Klosterkneipe ausgiebig gelacht.

Auch die Gruppe war sehr harmonisch und ich möchte mich noch einmal bei allen bedanken für die tolle gemeinsame Woche und für den tollen Tango, der mich einfach dahinschmelzen ließ.

Also dieser Blog ist mein erster Versuch und absolut noch nicht so wie ich es haben will, er schneidet mir immer die Bilder ab, ich wollte rechts und links noch meditierende Menschen drauf haben, aber schwupp, weggeschnitten sind sie. Aber so schnell gebe ich nicht auf, nur jetzt nach Stunden am PC tun mir die Schultern weh und ich muss noch etwas Yoga machen bevor ich ins Bett gehe.
Stelle Euch noch 2 Bilder an dem Schluss und verabschiede mich für heute.


Alles Liebe Silvia Maria

Christus der Höchste Yogi von Father Joe

Chistus, der Höchste Yogi

von Father Joe Pereira
Artikel in "The Times of India", 10. April 2009 [Karfreitag]
Wenn ein Inder zum ersten Mal die Evangelien liest, dann ist er beeindruckt von der Energie, die von Jesus als Persönlichkeit ausstrahlt. In seiner Mystischen Theologie [Mystical Theology] sagt William Johnston, dass diese Energie an das ‚ki', an das ‚chi', an das Prana erinnert, jene Energie, die die eigentliche Grundlage der Asiatischen Kultur und Religion bildet. Energie geht von Jesus aus, wenn er die Kranken heilt und wenn er Dämonen austreibt. Licht, blendendes Licht strahlt von seinem Körper und von seinen Kleidern aus, wenn er auf dem Berg Tabor verklärt wird. In diesen Tagen erinnern wir uns an seine letzten Tage auf Erden; als er zu denen, die kommen, um ihn festzunehmen, sagt: "Ich bin es", fällt die Schar zu Boden, überwältigt von seiner ‚magnetischen' Gegenwart. Und schließlich stirbt er mit einem Ausbruch von Energie, wie es von den Evangelisten berichtet wird: "Er schrie mit lauter Stimme und gab seinen Geist auf." (Mk 15,37)

Jene Christen, die Iyengar-Yoga als Weg zu Gott und als kontemplatives Gebet praktizieren, betrachten Jesus als das höchste Beispiel eines Yogi, der behauptet "der Vater und ich sind eins" und der betet, dass wir so eins sein mögen, wie er und der Vater eins sind. Dieser Weg ist absolut der Weg des Yoga. Denn sein Aufruf zur Jüngerschaft lautet: "Wenn du mein Jünger sein willst, dann verleugne dich selbst, nimm dein Kreuz auf dich und folge mir" [vgl. Mt 16,24]. Es ist ein lebenslanger Prozess wie bei dem Weizenkorn, das in die Erde fällt und stirbt, um viele Frucht zu bringen. Als Bill W., der Mitbegründer der AA [Anonymen Alkoholiker], Suchtabhängigkeit als "wildgewordenen Egoismus" beschrieb, bezog er sich auf die dritte Stufe des Zwölf-Stufen-Programms, wo vorgeschlagen wird, "seinen eigenen Willen und sein Leben dem Gott seines Verständnisses zu übergeben". Im Garten von Gethsemane lautete das Gebet Jesu: "Vater, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch des Leidens vorübergehen, aber nicht mein Wille soll geschehen, sondern der deine" [vgl. Mt 26,39]. Das Höchste Sadhana [spirituelle Disziplin, um ein bestimmtes geistiges Ziel zu erreichen] ist ein Weg des Kreuzes. Iyengar erklärt seinen eigenen Yoga-Weg immer wieder mit dem Satz: "Schmerz ist mein Meister." Nur indem man stirbt und dadurch zu sich selbst kommt, wird man zum ewigen Leben geboren.
Diese Energie ist sogar in der Welt von heute am Werk. In den Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils wird gesagt: "Christus ist jetzt am Wirken in den Herzen von Männern und Frauen durch die Kraft des Geistes." Doch die stärkste Kraft und das größte Geschenk ist die Liebe. Denn "größere Liebe hat niemand, als wer sein Leben hingibt für seine Freunde"; und wiederum: "Wenn ich in der Sprache von Sterblichen und von Engeln spreche, aber keine Liebe habe, bin ich nur tönender Gong und klingende Schelle" (vgl. 1 Kor 13,1). Und der Evangelist Johannes sagt uns "Gott ist Liebe".
Im Prozess des Zu-sich-selbst-Sterbens gibt es einen Weg des Vergebens. In der Welt des zunehmenden Individualismus und der Selbstgerechtigkeit verlangt der Weg des Vergebens den höchsten Akt der Hingabe. Diese Liebe und dieses Verständnis sogar auf seine Feinde auszudehnen, indem man eine Alternative zu dem "Auge um Auge, Zahn um Zahn" findet, fordert einen einzigartigen Sinn für Transzendenz bis in den Bereich der "Purusha" [der universellen Seele, Weltseele]. Nur von dieser Dimension her kann man die Worte des gekreuzigten Jesus: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun" interpretieren. Nur ein Akt der totalen "Ishvara-pranidhana" [Hingabe an Gott], das endgültige "Niyama" [individuell ausgerichtetes Gebot, Verhaltensregel], kann die Energie hervorbringen, auf dem Höhepunkt des Todeskampfes solche Worte der Liebe auszusprechen. Paradoxerweise war Christus als der Höchste Yogi in den endgültigen Status des "Anandamaya-Kosha" (Körper der Glückseligkeit, der Vereinigung mit Gott) eingetreten, denn gerade sein Schrei der Vergebung war ein Schrei der Freude und Auferstehung im Sieg über Sünde und Tod. Wie Anthony de Mello, der oft wie ein Sufi-Mystiker sprach, sagen würde: "Wenn du auf die Haltung der heiteren Gelassenheit des gekreuzigten Erlösers ‚schaust', kannst Du einen ‚lachenden Buddha' sehen!"
(Aus dem Englischen übersetzt von Silvia Maria Braucks und Ludwig Wenzler)


Das Bild des lachenden Buddhas stammt aus meinem Archiv und wurde von mir dazu gefügt. Silvia Maria Braucks

Christ the Supreme Yogi - Article by Fr Joe. in Times of India on 10th April 2009
CHRIST THE SUPREME YOGI
http://kripafoundation.blogspot.com/2009_04_01_archive.htm
When an Indian reads the gospels for the first time, one is impressed by the energy that radiates from the person of Jesus. William Johnston in his Mystical Theology says that it is a reminder of the 'ki', the 'chi', the prana, the energy that forms the very basis of Asian Culture and religion. Energy goes out of Jesus when he heals the sick and casts out demons. Light, blinding light radiates from his body and clothing when he is transfigured on Mt. Tabor. In these days when we recall his last days on earth, as he says, "I am" in response to those who came to arrest him, the crowd falls to the ground overpowered by his magnetic presence. And finally with a burst of energy he dies as recorded by the evangelists, "crying out with a loud voice he yielded up the Spirit"(Mk 15, 37)
Those Christians who practice Iyengar Yoga as a path way to God and as contemplative prayer, do consider Jesus as a supreme example of a Yogi who claims that the "Father and I are One" and prays that we may be one as he and the Father. This journey is absolutely yogic. For his call to discipleship is,"if you wish to be my disciple, deny yourself, take up your cross and follow me" It is a life long process like the grain of wheat that falls into the ground and dies to bear much fruit. When Bill W. the Co-founder of A.A described addiction as "self will running riot" he was referring to the third step of the Twelve Step programme which suggests, "to make one's will and life over to the God of one's understanding". In the Garden of Gethsemane, the prayer of Jesus was," Father if it is possible let this chalice of suffering pass away but not my will but thine be done" The Supreme Sadhana is a way of the Cross. Iyengar always repeats his own journey of Yoga as "Pain being my Master".
It is by dying to oneself that one is born to eternal life. This energy is at work in the world even today. In the teachings of the Second Vatican Council, it is said that, "Christ is now at work in the hearts of men and women through the energy of the Spirit". But the greatest energy and the greatest gift is love. For "greater love than this no one has than to lay down one's life for one's loved ones." And again "If I speak in the language of mortals and angels but donot have love, I am a nosy [noisy] gong and clanging cymbal" (I Cor, 13,1) For as St John tells us "God is love". In the process of dying to oneself is a pathway of forgiveness. In the world of growing individualism and self-righteousness, the path of forgiveness demands a supreme act of surrender. To extend this love and understanding even to one's enemies by finding an alternative to "a tooth for a tooth and an eye for an eye" demands a unique sense of transcendence into the realm of the 'Purusha'. It is only from that realm can one interpret the words of the Crucified Jesus "Father forgive them for they know not what they are doing" Only an act of total "Ishvara-pranidhana", the final "Niyama" can generate the energy to utter such words of love at the height of agony. Paradoxically as a supreme Yogi Christ had entered into the final state of "Anandamaya-kosha" (the blissful body) for his cry of forgiveness itself was a cry of Joy and Resurrection at the victory over sin and death. As Tony Dmello, who often spoke like a Sufi Mystic would say, "if you 'look' at the serene countenance of the crucified Saviour, you may see a 'laughing Buddha'!"

Fr.Joe H. Pereira
www.kripafoundation.org